Hohe Hypothekenzinsen treiben laut NAR mehr Käufer zu Barzahlungen beim Hauskauf.
Der Kauf von Eigenheimen in bar wird auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt immer üblicher, insbesondere bei Käufern, die sich eine Hypothekenfinanzierung komplett leisten können. Ein neuer Bericht der National Association of Realtors (NAR) zeigt, dass die hohen Hypothekenzinsen weiterhin die Art und Weise des Hauskaufs und die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes beeinflussen.
In den vergangenen drei Jahren wurde landesweit mehr als jedes vierte Haus bar bezahlt. Laut Wirtschaftsexperten der NAR (National Association of Realtors) steht dieser Trend in engem Zusammenhang mit dem starken Anstieg der Hypothekenzinsen nach der Pandemie.
Höhere Zinsen machen Kredite weniger attraktiv
Die Hypothekenzinsen stiegen zwischen 2022 und 2025 rasant an und erreichten von pandemiebedingten Tiefstständen Ende 2023 fast 8 %. Obwohl die Zinsen seither etwas gesunken sind, lagen sie im Jahr 2025 größtenteils im niedrigen bis mittleren 6-%-Bereich. Diese Entwicklung hat die Kreditaufnahme deutlich verteuert im Vergleich zu vor wenigen Jahren.
Infolgedessen wurden viele Erstkäufer und Käufer mit geringerem Einkommen ins Abseits gedrängt, während Käufer mit hohen Ersparnissen oder einem hohen Eigenkapitalanteil an Immobilien sich verstärkt Barangeboten zuwandten.
Harrison Polsky, ein Immobilienmakler bei Douglas Elliman in Dallas, sagt, dass die steigenden Zinsen das Käuferverhalten deutlich verändert haben.
„Mit steigenden Hypothekenzinsen entschieden sich Käufer mit ausreichend Kapital zunehmend für eine Finanzierung mit Bargeld oder bargeldähnlichen Mitteln“, sagte Polsky. „Für viele ist dies eine Überbrückungsstrategie: Sie schließen den Kauf zunächst bar ab und streben später eine langfristige Finanzierung an, wenn sich die Konditionen verbessern.“
Eigenkapital im Eigenheim verschafft Wiederholungskäufern einen Vorteil
Bestehende Hausbesitzer haben von jahrelangen steigenden Immobilienpreisen profitiert und dabei ein beträchtliches Eigenkapital aufgebaut. Dieses Eigenkapital ermöglicht es ihnen oft, beim Kauf ihres nächsten Hauptwohnsitzes, eines Ferienhauses oder einer Kapitalanlageimmobilie attraktive Barangebote abzugeben.
Gemäß Realtor.comIm Oktober entfielen 29 % der Hausverkäufe landesweit auf Käufer, die den Kaufpreis vollständig in bar bezahlten – ein Anstieg gegenüber 27 % im Vorjahr und lediglich 19 % vor fünf Jahren. Eine weitere Studie von Realtor.com ergab, dass fast ein Drittel der in der ersten Hälfte des Jahres 2025 verkauften Häuser komplett bar bezahlt wurden.
Hannah Jones, leitende Wirtschaftsanalystin bei Realtor.com, stellte fest, dass Käufer, die bar bezahlen, klare Vorteile genießen, darunter die Vermeidung hoher Zinskosten, das Überspringen von Finanzierungsvorbehalten und ein schnellerer Abschluss.
Warum Verkäufer Barangebote bevorzugen
Aus Verkäufersicht reduzieren Barzahlungen die Unsicherheit. Es besteht kein Risiko der Kreditgenehmigung, weniger Verzögerungen und eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Deal termingerecht abgeschlossen wird.
Polsky fügte hinzu, dass die Barzahlung die Verhandlungsposition des Käufers sofort stärkt. Verkäufer betrachten Barzahler oft als zuverlässiger, was in wettbewerbsintensiven Märkten genauso wichtig sein kann wie der Preis.
Wie Amethyst Marroquin, Forschungsassistentin für Mitglieder- und Verbraucherumfragen bei NAR, es ausdrückte: Wenn die Kreditkosten steigen, wird Bargeld zu einer stärkeren und wettbewerbsfähigeren Option.
Wer kauft Häuser mit Bargeld?
Der NAR-Vertrauensindex zeigt, dass Käufer, die ausschließlich mit Bargeld bezahlen, am häufigsten folgende Kategorien aufweisen:
- Bestehende Eigenheimbesitzer
- Käufer von Ferienhäusern
- Immobilieninvestoren
Von Januar bis Oktober 2025:
- 57 % der Käufer von Ferienhäusern zahlten den vollen Betrag in bar.
- 56 % der Investoren zahlten den vollen Betrag in bar.
Die Grundbuchdaten von Realtor.com zeigen auch, dass institutionelle Anleger, oft über LLCs oder andere Kapitalgesellschaften, eine wichtige Rolle bei Barkäufen spielen.
Im Gegensatz dazu spielt Bargeld beim Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum eine deutlich geringere Rolle. Nur 19 % der selbstgenutzten Wohnimmobilien wurden bar bezahlt, was bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit weiterhin finanziert wurde.
Erstkäufer sind weiterhin auf Hypotheken angewiesen.
Für Erstkäufer ist Barzahlung selten eine Option. NAR Profil der Käufer und Verkäufer von Eigenheimen Die Studie zeigt, dass im Jahr 2025 nur 8 % der Erstkäufer ihre Immobilien vollständig bar bezahlt haben. Die meisten sind auf Hypotheken angewiesen, um in den Immobilienmarkt einzusteigen.
Stammkunden nutzen jedoch zunehmend Bargeld. Rund ein Drittel der Stammkunden zahlte 2025 ausschließlich bar – etwas weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als die 10 % im Jahr 2023.
Was das für den Wohnungsmarkt bedeutet
Der Anstieg von Barzahlungen verdeutlicht eine wachsende Kluft auf dem Wohnungsmarkt. Käufer mit Eigenkapital, Ersparnissen oder Anlagekapital haben eine bessere Verhandlungsposition, während diejenigen, die auf Finanzierungen angewiesen sind, mit höheren Kosten und stärkerem Wettbewerb konfrontiert sind.
Sofern die Hypothekenzinsen nicht deutlich sinken, gehen Experten davon aus, dass Barangebote auch 2026 eine wichtige Rolle spielen werden, insbesondere in Märkten, die bei Investoren und Ferienhauskäufern beliebt sind. Solange Kredite teuer bleiben, ist Bargeld die bevorzugte Finanzierungsoption. Für eine direkte Finanzierungsberatung oder Informationen zu Ihren Hypothekenoptionen besuchen Sie 👉 Nadlan Capital Group.


















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